Vietnams Q1-Q3: Das schnellste Wachstum seit 2011

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In den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 wuchs die Wirtschaft Vietnams um 6,98 Prozent. Dies ist ein neuer Höchststand seit Q1-Q3 des Jahres 2011. Insbesondere wegen des Wachstums im Industriesektor sowie im Bau- und Dienstleistungssektor wuchs die Wirtschaft in Q3 um 6,88 Prozent. Darüber hinaus erreichte der Handelsüberschuss in den ersten drei Quartalen über 5 Mrd. US-Dollar. Das BIP-Wachstum für 2018 wird voraussichtlich fast die sieben Prozent erreichen, könnte sich aber in den nächsten zwei Jahren auf 6,5 Prozent verringern.

 Wirtschaft 

BIP 

Im Vergleich zum dritten Quartal 2017 wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal 2018 um 6,88 Prozent. Das BIP-Wachstum der ersten beiden Monate des Jahres 2018 betrug 7,45 bzw. 6,73 Prozent. In den ersten drei Quartalen in 2018 erreichte das BIP-Wachstum mit 6,98 Prozent einen neuen Höchststand seit 2011. 

VPI 

Der durchschnittliche VPI in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 erreichte 3,57 Prozent, was unter dem Regierungsziel von vier Prozent lag. 

Wirtschaftsstruktur

Im Zeitraum von Januar bis September 2018 machten Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei 13,93 Prozent des BIP aus, während Industrie und Bauwesen 33,49 Prozent ausmachten. Der Dienstleistungssektor hatte mit 42,54 Prozent den größten Anteil. 

Arbeitskraft 

Die Anzahl der Erwerbspersonen im Alter von 15 Jahren und älter erreichte in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 55,2 Millionen, während die Anzahl an Personen im erwerbsfähigen Alter 48,5 Millionen betrug. 

Die Arbeitslosigkeit betrug in den Quartalen 1-3 2018 rund 2,3 Prozent; 3,1 Prozent in städtischen und 1,74 Prozent ländlichen Gebieten.

 Industrie 

Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei

In Q3 2018 wuchsen die Landwirtschaft sowie Forst- und Fischwirtschaft jeweils um 2,2 Prozent, 6,52 Prozent bzw. 6,48 Prozent. Zwischen Januar und September dieses Jahres verzeichneten Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei mit 3,65 Prozent den höchsten Zuwachs im Vergleich mit 2012-2017. 

Die Landwirtschaft wuchs um 2,78 Prozent, während die Forstwirtschaft und die Fischerei in den ersten neun Monaten um 5,9 Prozent bzw. 6,37 Prozent zulegten. 

Industrie und Bauwesen 

Industrie und Bauwirtschaft wuchsen im dritten Quartal 2018 um 8,61 Prozent. Die Industrie wuchs um 8,48 Prozent und die Bauwirtschaft um 9,2 Prozent.

 In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 wuchs die Branche um 8,89 Prozent. Der Industriesektor legte um 8,98 Prozent zu, während die Bauwirtschaft um 8,46 Prozent zulegte. Der Produktionssektor verzeichnete ein rasches Wachstum und wuchs in Q3 um 12,06 Prozent und in den ersten drei Quartalen um 12,65 Prozent. Der Bergbausektor verzeichnet weiterhin einen negativen Wachstumstrend. 

Dienstleistungen 

Der Dienstleistungssektor, der den Großteil der Wirtschaft ausmacht, wuchs im dritten Quartal um 6,87 Prozent und in den ersten neun Monaten um 6,89 Prozent. 

Zwischen Januar und September 2018 wuchs der Groß- und Einzelhandel um 8,48 Prozent, das höchste Wachstum in allen Branchen des Dienstleistungssektors. Die Finanz-, Bank– und Versicherungswirtschaft wuchs um 7,85 Prozent, während die Wohn- und Gastronomie-dienstleistungen im gleichen Zeitraum um 5,89 Prozent zunahmen. Immobilien– und Transportsektor wuchsen um 4,04 Prozent bzw. 7,55 Prozent. 

Einzelhandel 

Der gesamte Einzelhandelsumsatz von Konsumgütern und Dienstleistungen stieg in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 11,3 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz von Gütern stieg um 12 Prozent und die Wohn- und Gastronomiedienstleistungen legten um 8,4 Prozent zu. 

Tourismus 

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Anzahl der nach Vietnam reisenden internationalen Touristen in Q1-Q3 um 22,9 Prozent an. China, Südkorea und die EU verzeichneten die höchste Besucheranzahl. 

Handel 

Exporte Der Exportumsatz wuchs im dritten Quartal 2018 um 15,13 Prozent, während der Umsatz in den ersten neun Monaten um 15,4 Prozent auf 178,91 Milliarden US-Dollar anstieg. Der Inlandssektor wuchs um 17,5 Prozent, während der FDI-Sektor in den ersten drei Quartalen um 14,6 Prozent wuchs. 

Die Exporte erreichten 51,07 Milliarden US-Dollar, während ausländische Direktinvestitionen 127,84 Milliarden US-Dollar erreichten. 

Von Q1 bis Q3 gab es 26 Artikel mit einem Exportumsatz von über 1 Mrd. USD. Darunter erreichten 5 Artikel einen Umsatz von über 10 Mrd. USD. 

Importe 

Die Importe stiegen im dritten Quartal um 14,76 Prozent. In den ersten drei Quartalen stiegen sie um 11,8 Prozent auf 173,52 Milliarden US-Dollar an. Die Einfuhren aus dem Inlands- und dem FDI-Sektor stiegen um 11,7 Prozent bzw. 11,9 Prozent auf 69,34 Milliarden US-Dollar bzw. 104,18 Milliarden US-Dollar. 

Überschuss 

Der Haushaltssektor wies ein Handelsdefizit von 18,26 Mrd. USD auf, während der FDI-Sektor einen Überschuss von 23,65 Mrd. USD erzielte. 

Dienstleistungen für Import und Export 

In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 erreichte der Umsatz der Dienstleistungsexporte 11,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Reisedienstleistungen stiegen in den ersten drei Quartalen um 15 Prozent auf 7,6 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz im Transportdienstleistungssektor um 16 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar anstieg.

 Die Importe wuchsen zwischen Q1 und Q3 um 8,1 Prozent auf 13,8 Milliarden US-Dollar an. Die Umsätze der Reise- und Transportdienstleistungssektoren stiegen um 11,5 Prozent bzw. 8,9 auf 4,4 Milliarden US-Dollar bzw. 6,5 Milliarden US-Dollar. 

FDI 

Von Januar bis zum 20. September 2018 zog FDI 2.182 neue Lizenzprojekte an, was einem Anstieg von 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. 

Die wichtigsten FDI-Quellen waren Japan, Südkorea, Singapur, Thailand und Hongkong, wobei die ersten beiden mehr als die Hälfte des gesamten Grundkapitals ausmachten. 

Die meisten Investitionen erhielt Hanoi mit einem Gesamtwert von 4,9 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Ba Ria-Vung Tau, Binh Duong, Dong Nai und Ho-Chi-Minh-Stadt.

 In Zukunft

 Die größten Herausforderungen für die Wirtschaft im nächsten Jahr sind die Unsicherheiten im Welthandel, die Geldentwertung und die Inflation.

 Laut Weltbankprognose wird das BIP-Wachstum 2018 6,8 Prozent erreichen, während es 2019 und 2020 voraussichtlich auf 6,6 Prozent bzw. 6,5 Prozent sinken wird. Das Wachstum im Elektroniksektor, die ausländischen Direktinvestitionen und der Binnenkonsum werden weiterhin zum Wirtschaftswachstum beitragen.


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